Städtetour — Wien, wie es die Wiener lieben

Grüß Gott in der lebenswertesten Stadt des Planeten! Bei internationalen Wohlfühl-Umfragen liegt Wien seit Jahren an der Spitze. Sissi, Prater und Fiaker begeistern Besucher aus aller Welt.

Noch besser: Genießen Sie Österreichs Metropole wie die Einheimischen. Hier sind die Tipps.

Versteckter Garten

Kaum scheint im Mai die Sonne, schwärmen die Wiener in ihre Gastgärten aus.

Für ein kühles Getränk unterm Blätterdach trifft man sich im Biergarten Glacis Beisl im Areal des MuseumsquartiersFoto: picture-alliance / Rainer Hackenberg

Das Glacis Beisl liegt im belebten MuseumsQuartier – und doch gut versteckt vor den Touristenströmen (Breite Gasse 4). Ein plätschernder Brunnen, Efeu und Weinreben sorgen für Romantik. Abends verwandeln Kerzen und Lampions das Wirtshaus in einen Märchengarten. Erfrischend: der Bio-Rosé vom Blauen Zweigelt (Glas 3,90 Euro).

Imperiale Torte

Ihr Kaffeehaus ist für die Wiener das zweite Zuhause. Leider sind die berühmten Cafés wie Demel oder Hawelka oft viel zu voll. Weichen Sie lieber ins Café Imperial im gleichnamigen Hotel aus.

Das Hotel Imperial liegt im 1. Bezirk der Stadt und beherbergt das berühmte gleichnamige CaféFoto: PR

Die einzigartige Atmosphäre ist inklusive. In dem Palast an der Ringstraße steigen Weltstars und die großen Dirigenten ab (www.imperial-vienna.com). Eine Herberge der „Einmal-im-Leben“-Kategorie. Neben der Sachertorte gilt die Imperial-Torte als Glanzstück Wiener Konditorenkunst. Nach einem Geheimrezept aus Mandeln, Marzipan und Schokolade. Probieren Sie den Klassiker unbedingt in der neuen Himbeer-Variante (7 Euro).

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Große Oper gratis

In der Walzerstadt liegt Musik in der Luft. Leider sind Karten für die Staatsoper teuer, gute Plätze können weit über 200 Euro kosten. Dabei kommen Sie schon für 4 Euro in die Oper – mit einem Stehplatzticket. Das erhalten Sie ab 80 Minuten vor Beginn an der Abendkasse, Eingang Operngasse. Zeitig anstellen! Im Mai, Juni und September werden Aufführungen wie „Rigoletto“ und „Der Barbier von Sevilla“ auf einer Leinwand am Karajan-Platz übertragen. Das Vergnügen ist gratis.

Mit einem Stehplatzticket kann man für nur vier Euro Konzerte in der berühmten Wiener Staatsoper erlebenFoto: Helmut Fohringer / dpa

Kostenlose Konzerte gibt es auch an der Universität für Musik und Darstellende Kunst. Weltweit liegt die Wiener Musik-Uni auf Platz eins, das spricht für die Qualität der Aufführungen. Was gerade wo läuft, finden Sie unter www.mdw.ac.at.

Kunst zum Meditieren

Wien hat über 100 Museen. Eines der prächtigsten ist das Kunsthistorische Museum. Noch bis zum 30. Juni läuft die große Mark-Rothko-Ausstellung – abstrakte Meisterwerke zum Meditieren (Eintritt 16 Euro). Legen Sie auch eine Kunst-Pause ein: Das Café-Restaurant in der wunderschönen Kuppelhalle des Museums ist sehr sehenswert. Dazu ein dickes Stück Apfelstrudel (6,30 Euro).

Vegane Genüsse

Gerade besonders angesagt ist veganes Eis. Eine Kugel Orange-Olivenöl-Safran kostet bei Veganista (Margaretenstraße 51) 1,70 Euro. Veggie-Trend auch bei Edelrestaurants: Das Tian in der Himmelpfortgasse hat sogar einen Michelinstern. Was Küchenchef Paul Ivics und sein Team an vegetarischen Genüssen kochen, ist zum Niederknien (Menü ab 89 Euro, www.tian-restaurant.com).

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Das beste Schnitzel

Das Schnitzel ist den Wienern immer noch heilig. Da stört es auch keinen, dass es ursprünglich aus Mailand stammt. Wo’s das beste gibt? In Reiseführern wird Figlmüller (Wollzeile 5) als „The home of the Schnitzel“ gerühmt (Schnitzel vom Schwein 15,50 Euro, Beilagen extra).

Wiener Legende: die Schnitzel vom FiglmüllerFoto: picture alliance / imageBROKER

Wer es weniger touristisch schätzt, schaut bei Skopik & Lohn in der Leopoldsgasse 17 vorbei. Dort kommt ein Kalbsschnitzel mit Gurkenrahm und Kartoffelsalat auf den Tisch (22 Euro). Für viele Wiener das einzig wahre …

Flirten und Plaudern

Wo sich ganz Wien auf ein Butterbrot trifft: Jeden Samstagvormittag im „Zum Schwarzen Kameel“ (Bognergasse 5). Das Jugendstil-Juwel mitten in der City ist der Platz zum Plaudern, Flirten – und um die berühmten Sandwiches zu kosten (ab 1,35 Euro). Noch so ein Muss: Am Kult-Würstelstand Bitzinger zwischen Oper und Albertina-Museum ist bis 4 Uhr morgens Betrieb. Vom Hipster in Shorts bis zum Operngast im Frack. Mächtig: Riesenhotdog mit Debreziner (3,40 Euro).

Das Traditionsrestaurant Zum Schwarzen Kameel gibt es seit 1618Foto: picture alliance / Herbert Lehmann

Wiens geheimste Bar

Keine Leuchtreklame, kein Türschild: Die Bar 7 wurde mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft. Es gibt keine Barkarte, die Drinks haben keine Namen. Grund: Jeder Cocktail ist auf Maß geschneidert. Erst wird der Gast ausgefragt – dann wird das Passende gemixt. Unbedingt reservieren, Wiens „geheimste Bar“ hat nur 35 Plätze (Buchfeldgasse 7, Tel. 0043-66 45 46 37 17).

Wohnen mit Charme

Günstig übernachten Sie im Boutique-Hotel Donauwalzer (DZ ab 69 Euro, www.donauwalzer.at). Total zentral bei der Albertina liegt The Guesthouse, gestaltet von Stardesigner Sir Terence Conran. Die Minibar mit vier Flaschen Wein ist inklusive (DZ ab 188 Euro, www.theguesthouse.at).

Wohnen mit Wiener Lebensgefühl: Das Altstadt Vienna im angesagten Spittelberg-Viertel ist mehr Zuhause als Hotel. Überall Kunst, gemütliche Salons und charmante Zimmer wie Theaterkulissen (DZ mit Gourmet-Frühstück, Nachmittagstee und Kuchen ab 164 Euro, www.altstadt.at). Weitere Informationen: www.wien.info/de

Источник: Bild.de

Источник: Corruptioner.life

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